Sehenswürdigkeiten - Sightseeing in Würzburg

Die nach Plänen Balthasar Neumanns von 1720-1744 erbaute Residenz gilt als Hauptwerk des süddeutschen Barock und ist gleichzeitig eines der bedeutendsten Schlösser Europas. Bereits 1982 wurde sie von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Der Hofgarten mit zahlreichen Gartenplastiken und schmiedeeisernen Toren von J. Georg Oegg ist täglich bis Einbruch der Dunkelheit geöffnet.

Die Festung Marienberg, das Wahrzeichen Würzburgs, liegt hoch über dem Maintal. Die günstige Lage des nach drei Seiten steil abfallenden Felsplateaus führte bereits um 1000 v. Chr. zum Bau einer keltischen Fliehburg. Ältester Teil der heute noch existierenden Anlage ist die um 1000 errichtete Rundkirche im inneren Burghof.
Die Festung wurde durch Julius Echter ab 1573 zu einem Renaissanceschloss ausgebaut. Seit 1947 befindet sich dort das Mainfränkische Museum. Das von der Stadt Würzburg und dem Bezirk Unterfranken getragene Regionalmuseum bietet einen übersichtlichen Querschnitt durch alle Epochen fränkischer Geschichte und Kunst von der Vor- und Frühgeschichte bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts.

Am Platz des heutigen Falkenhauses befand sich im Mittelalter der Wohnsitz des Dompfarrers, später ein Gasthaus.
Das Falkenhaus mit Stuckdekorationen und originell geschweiften Giebeln gehört zu den schönsten Rokokofassaden in ganz Süddeutschland. Heute beherbergt es die ausgezeichnete Stadtbücherei und eine Touristeninformation.

Die 180 m lange Alte Mainbrücke mit ihren imposanten Heiligenfiguren ist ein Wahrzeichen Würzburgs. Sie wurde 1473-1543 an Stelle der romanischen Brücke errichtet, die Heiligenfiguten aber erst 1730 hinzugefügt.

Der Alte Kranen wurde nach Plänen Franz Ignaz Neumann, eines Sohnes des Barockarchitekten Balthasar Neumann, in den Jahren 1767 bis 1773 geplant und errichtet. Eine Besonderheit ist die Funktionsweise des Kranen, im Inneren war genug Platz für einen Menschen der Tretrad und Fluschenzüge durch Körperkraft in Bewegung brachte.
Im ehemaligen Zollhaus daneben befindet sich das Haus des Frankenweins.

Der Grafeneckart war ursprünglich Sitz eines bischöflichen Beamten und verfügt über einen romanischen Turm und mit dem Wenzelsaal des 13. Jahrhunderts über den ältesten Profanraum der Stadt.
Heute ist der Bau ältester Teil des, im Laufe der Jahrhunderte erweiterten, Rathauses.
Nach Westen schließt sich an den Grafeneckart der Rote Bau, der zu den Spitalgebäuden des Bürgerspitals zum heiligen Geist gehört, nördlich das säkularisierte Kloster der Beschuhten Karmeliten, das im 19. Jahrhundert vom Stadtrat hinzugekauft wurde.
Vor dem Grafeneckart der steht der um 1765 geschaffene barocke Vierröhrenbrunnen.

Charakteristisch für die Altstadt Würzburgs sind die ehemaligen Dom- und Bürgerhöfe, wie beispielsweise der Hof Conti am Kardinal-Döpfner-Platz, der einst Domherrenhof war und gegenwärtig als bischöfliches Palais dient. Er wurde 1609 erbaut und mit einem reichem Renaissance-Erker ausgestattet.

Am Röntgenring 8 in der Röntgen-Gedächnisstätte ist das Labor von Willhelm Röntgen zu besichtigen, in dem er die nach ihm benannten Strahlen entdeckte.

Das Juliusspital von 1576 war zugleich Altenheim, Krankenhaus, Waisenhaus mit Schule und Pilgerherberge. Es wurde im zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört, der Wiederaufbau dauerte bis 1953. Heute verfügt das nach seinem Stifter Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn benannte Spital, als eine der größten Wohltätigkeitsstiftungen Deutschlands noch über 163 ha Weinberge, ca. 1.040 ha Ackerland und ca. 3.400 ha Wald und gehört damit zu den drei größten Weingütern Würzburgs.

Auch der Gesamtanblick der Stadt ist eine Sehenswürdigkeit, diesen kann man auf dem 4 km langen Panoramarundweg durch eine der berühmtesten Weinlagen Deutschlands genießen. Der Stein-Wein-Pfad beginnt am Mittlerer Steinbergweg 5 am Weingut Ludwig Knoll am Stein und ist mit Informationstafeln ausgestatten, die einen über kulturell und agrikulturell Wissenswertes aufklären.