Stadtgeschichte von Würzburg

Burgtor in Würzburg Durch die günstige geographische Lage, ist das an drei Seiten steil abfallende Felsplateau auf dem Marienberg bereits um 1000 v. Chr zum Standpunkt einer keltischen Fliehburg. Um 650 n. Chr. ensteht dort ein fränkischer Herzogensitz. Im Jahr 689 missionieren die Kilian, Kolonat und Totnan Würzburg und werden ermordet. Erstmalig urkundlich erwähnt wird Würzburg 704. 706 findet die Weihe der Kirche auf dem Marienberg statt. Die Gründung des Bistums Würzburg durch Bischoff Burkard fällt ins Jahr 742. 1156 heiraten Friedrich Barbarossa und Beatrix von Burgund in Würzburg. Zwei Jahre später bestätigt der Kaiser das fränkische Herzogtum.

Johann von Egolffstein gründet mit Segen von Papst Bonifatius am 10. Dezember 1402 die Bayerische Julius-Maximilians-Universität als "Hohe Schule zu Würzburg". Aber bereits kurz nach dem Tod des Fürstbischofs Egloffstein musste der Lehrbetrieb eingestellt werden. Gründe für den Niedergang waren neben der mangelhaften Finanzierung angeblich auch der ausschweifende Lebensstil der Studenten.

Im Bauernkrieg 1525 stellt sich die Stadt auf die Seite der Bauern.
1573-1617 regiert in Würzburg Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn, der 1576 das Juliusspitals gründet und 1582 den Lehrbetrieb an der Julius-Maximilians-Universität wieder aufnimmt. Im 30jährigen Krieg wird die Stadt 1631 von Gustav Adolf von Schweden erobert.

Der Grundstein für die heute zum Weltkulturerbe gehörige Residenz wird 1720 durch Johann Philipp Franz von Schönborn gelegt, der Rohbau ist unter Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn 1744 vollendet.

1805 ist Würzburg Hauptstadt des gleichnamigen Herzogtums. 1814 wird die Stadt bayerisch und gleichzeitig eine direkt der Regierung unterstehende Stadt (welche später als kreisfreie Stadt bezeichnet wird); zusätzlich wird sie Sitz eines Verwaltungsbezirks, aus dem später der Landkreis Würzburg hervorgeht. 1872 legt der Universitätsprofessor Dr. J. B. Schwab mit der Stiftung seiner Bücher den Grundstock zur Stadtbibliothek im Rathaus. Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt 1895 die nach ihm benannten Strahlen.

1905 stiftet Max Heim 157.000 Goldmark zur Errichtung einer Volkslesehalle, die heute die nach ihm benannte mehrfach prämierte Stadtbücherei Würzburg ist 1934 ist Würzburg mit über 100.000 Einwohnern zur Großstadt geworden. Am 16.3.1945 wird die Stadt bei einem englischen Bombenangriff in nur einer halben Stunde zu neunzig Prozent zerstört. Die Arbeiten des Wiederaufbaus in der Altstadt dauern bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. 1985 öffnet das Congress Centrums Würzburg seine Tore. 1990 findet hier die Bayerische Landesgartenschau statt.
Sehr zuträglich für Würzburg ist 1991 der Anschluss an das ICE-Netz.

In Würzburg versammeln sich 2000 aus Anlaß des 1.Weltkorporationstages zum 600-Jahr-Jubiläum der Bayrischen Julius-Maximilian-Universität Vertreter von rund 70 Korporationsverbänden oder Einzelkorporationen aus aller Welt. Durch die Eröffnung des neuen Kunstmuseums im Kulturspeicher 2002 und den Prämierungen der Stadtbibliothek in den Jahren 2002 und 2003 zeigt sich, dass Würzburg nicht nur Zentrum des Frankenweins ist, sondern auch in kultureller Hinsicht eine höchst attraktive Stadt ist. Im Jahr 2004 begeht Würzburg sein 1300-jähriges Stadtjubiläum.